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Blanca Portillo in der Titelrolle der Versöhnungsaktivistin Maixabel Lasa.
© Piffl Medien
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Vom Kraftakt der Versöhnung: Die Frau, die den Mörder ihres Mannes traf

Wie können Terroristen und ihre Opfer wieder zusammenleben? Die spanische Filmemacherin Icíar Bollaín und ihr Eta-Drama „Maixabel“.

Bei der ersten Begegnung hält Luis den Blick gesenkt. Sie sitzen einander im Gefängnis gegenüber, Maixabel Lasa, die Witwe des von der Eta getöteten sozialistischen Regionalpolitikers Juan Marí Jáuregui, und Luis Carrasco, einer seiner Mörder. „Ich möchte Ihnen sagen, dass ich weiß, ich habe etwas Abscheuliches getan“, sagt er. Luis hatte selbst um das Treffen gebeten. Stockend, gibt er Auskunft. Dass sie eine Münze geworfen hatten, um zu entscheiden, wer schießt. Dass sie keine Ahnung hatten, auf wen ihr Kommando angesetzt war. Dass er in seiner Zelle jeden Tag mit seinen Opfern ins Bett geht und mit ihnen aufsteht.

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