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Amazon-Chef Jeff Bezos und seine Partnerin Lauren Sanchez.
© Pawan Sharma/AFP
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Wir Alltagskapitalisten: Warum der Hass auf Superreiche gefährlich ist

Die Pandemie verschärft die globale Ungleichheit. Doch statt die Ursachen zu hinterfragen, wächst die Wut auf Vermögende. Das ist zu kurz gedacht und begünstigt Verschwörungsideologien

Mit Spannung hatte das deutsche TV-Publikum das Comeback des Satirikers Jan Böhmermann Anfang November im ZDF erwartet. Zu Beginn seiner neuen Sendung bekräftigte er, dass er, ganz im Sinne des großen Fernseh-Agitators Gerhard Löwenthal, nach den schadhaften Stellen in unserer Demokratie fahnden wolle. Und widmete sich sogleich dem „größten Menschheitsproblem der Gegenwart“, der ungleichen Verteilung von Geld und Gütern in der Welt. „Wer profitiert eigentlich von der Pandemie, die Verschwörungsdödel oder die Superreichen?“, fragte Böhmermann raunend und rechnete mit einem süffisanten Grinsen aus: „Allein am 20. Juli hat Amazon-Chef Jeff Bezos 13 Milliarden Dollar verdient.“ Die Reichen, fuhr der Moderator fort, manipulierten auch in Deutschland die Politik zu ihren Gunsten. „Es braucht keine Verschwörung. Es läuft auch so zugunsten weniger und für alle anderen den Bach runter.“

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