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Wahlforscher entwickelt Wahrscheinlichkeitsmodell: „Die Chance für Schwarz-Grün liegt bei 90 Prozent“

Der Politikwissenschaftler Marc Debus berechnet die Wahrscheinlichkeit verschiedener Koalitionen. Wir haben ihn gefragt, wie das funktioniert - und was dabei herauskommt.

Von Anna Sauerbrey

Herr Debus, Sie haben gemeinsam mit Kollegen ein Modell entwickelt, mit dem man berechnen kann, welche Koalition nach der Wahl die wahrscheinlichste ist. Welche ist das derzeit?
Das kann man ganz pauschal nicht sagen, es kommt natürlich darauf an, von welcher Sitzverteilung im Bundestag wir ausgehen. Da wir die Sitzverteilung noch nicht kennen, simulieren wir sie auf der Grundlage von Umfragedaten. Außerdem beziehen wir unter anderem Koalitionsaussagen sowie die programmatischen Profile der Parteien mit ein. Für die FDP würde etwa eine Koalition mit der SPD schwierig werden, da die Freien Demokraten Steuererhöhungen ausschließen. Der Ko-Vorsitzende der SPD, Norbert Walter-Borjans sagte außerdem, seine Partei werde nicht wieder als Juniorpartner in eine Koalitionsregierung eintreten. Christian Lindner hat außerdem indirekt gesagt, dass er eine grüne Kanzlerin kaum mittragen würde. Für den Aufsatz, über den wir sprechen, habe ich mir vier verschiedene Szenarien angeschaut. In drei Szenarien ist die Union die stärkste Fraktion. In einem sind es die Grünen.

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