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Das Kernkraftwerk Isar 2 soll Ende des Jahres vom Netz gehen - oder vielleicht doch nicht?
© imago images/Andreas Haas
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Debatte über AKW-Laufzeiten: „Wir brauchen wegen des Krieges eine neue Risikobewertung“

Der Chef der Atomaufsicht, Wolfram König, fordert vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, über die Sicherheit der Kernenergienutzung auch in Deutschland neu nachzudenken. Ein Interview.

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Herr König, die Debatte über eine Verlängerung der Akw-Laufzeiten in Deutschland schwelt unter dem Eindruck der Energiekrise seit Monaten. Die Union fordert, die drei Meiler noch mehrere Jahre am Netz zu halten. Andere verlangen einen Streckbetrieb für den Winter. Welchen Nutzen hätte ein Ausstieg vom Ausstieg?
Der Nutzen einer Laufzeitverlängerung für die Sicherung der Stromversorgung steht den damit verbundenen Risiken gegenüber und muss von der Politik auf einer möglichst vollständigen Faktenerhebung entschieden werden. Bei den Risiken geht es nicht nur um die Frage der unmittelbaren Sicherheit der Kernkraftwerke. Die Debatte ist sehr dynamisch und derzeit erleben wir – wie bei der Laufzeitverlängerung 2010 –, dass die ungelöste Frage der Entsorgung der radioaktiven Abfälle in den Hintergrund rückt. Der Prozess zu einem Endlager wurde mühsam erarbeitet – nun gerät die fehlende sichere Entsorgung der hochgefährlichen Abfälle in den Hintergrund.

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