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Die Zähne des Siegers: Bei der Fußball-WM 2018 in Russland triumphierte das Team von Frankreichs Präsident Emanuel Macron. 
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Wladimir Putin und der Profisport: „Er wird erkennen, dass er die symbolischen Möglichkeiten des Sports nicht mehr nutzen kann“

Sportpolitik-Experte Jürgen Mittag spricht über ein Umdenken im Profisport, Auswirkungen der Inflation und die Rolle des deutschen Staates.

Von Inga Hofmann

Herr Mittag, der Formel-1-Grand-Prix in Sotschi wurde bereits abgesagt. Auch andere Sportarten haben Veranstaltungen in Russland verlegt und russische Athlet*innen dürfen nicht mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Wie stark setzt das Putin unter Druck?
Erheblich – es ist eine außergewöhnliche Situation. Einen so breiten Widerstand und eine so umfassende Ausgrenzung gegenüber einem einzelnen Staat hat es bislang noch nicht gegeben, selbst der sportbezogene Protest gegenüber dem Apartheidregime in Südafrika war nicht so geschlossen. Hier zeigt sich, dass wir auch im internationalen Sport vor einer Zeitenwende stehen. Lange Zeit verfolgte der organisierte Sport die Marschrichtung, Sport und Politik voneinander getrennt zu betrachten. Man hat aber gemerkt, dass dies nicht funktioniert und versucht nun, die Beziehung von Sport und Politik neu auszuhandeln.

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