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René Benko bei der Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von Österreich

© picture alliance/dpa/APA/Georg Hochmuth

René Benko offenbar zum Rückzug aufgefordert: Signa-Investoren wenden sich gegen Firmengründer

Die Krise bei der Signa-Gruppe spitzt sich zu. Medienberichten zufolge haben sich Investoren darauf geeinigt, dass der österreichische Unternehmer seinen Posten räumen muss.

Wichtige Gesellschafter der in Schwierigkeiten geratenen Immobilienholding Signa wenden sich nach übereinstimmenden Medienberichten gegen den Firmengründer René Benko.

In einem persönlichen Schreiben mehrerer Investoren werde der österreichische Unternehmer aufgefordert, sich aus der Führung seiner Signa-Gruppe zurückzuziehen und seine Stimmrechte an einen Treuhänder zu übergeben, berichtete das „Handelsblatt“.

Nur bei einem sofortigen Rückzug Benkos sei ein „Krisenmanagement (…) zur Rettung der Gruppe“ möglich, zitiert die Zeitung aus dem Brief. Als Treuhänder werde der Sanierungsexperte Arndt Geiwitz vorgeschlagen, den Benko als Berater ins Boot geholt hat.

Der „Spiegel“ berichtete über eine Videokonferenz mehrere Investoren, in der diese sich Anfang der Woche einig gewesen seien, dass Benko die Macht bei Signa abgeben müsse. Sonst werde er kein weiteres Geld der Gesellschafter erhalten, um die Existenz seiner Gruppe zu sichern.

Sanierer Geiwitz, der sich in die Krisensitzung eingewählt habe, solle nach dem Willen der Investoren als Generalbevollmächtigter die Kontrolle bei Signa übernehmen. Signa und Benko hätten dazu keine Fragen beantwortet, so der Spiegel.

Zu Benkos über Jahre rasant gewachsener Signa-Gruppe gehören milliardenschwere Immobilien und Handelsbeteiligungen. Die Tochter Signa Sports United (SSU) ist in eine finanzielle Schieflage geschlittert und hat Insolvenz angemeldet.

Die als niederländische Firma in Amsterdam eingetragene SSU ist die Muttergesellschaft Dutzender Internet-Händler aus dem Sportartikelmarkt wie Tennis-Point, fahrrad.de, Campz und Outfitter. (Reuters)

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