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Digitales Orakel. Vorhersagen von Algorithmen werden selten angezweifelt. Dabei sind sie nur so schlau, wie wir es zulassen.
© REUTERS / Dado Ruvic
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Wie gut kennt mich TikTok?: Der gar nicht mal so allwissende Algorithmus

Es wirkt unheimlich, wenn Apps schneller als man selbst erahnen, was man mag oder will. Doch sie wissen nur, was wir ihnen beim endlosen Scrollen verraten.

„Ohne TikTok hätte ich nicht verstanden, dass ich mein Geschlecht hinterfrage“, sinniert Carla. Die Bioinformatik-Studentin schätzt, dass sie täglich etwa zwei Stunden Videos auf der App „TikTok“ schaut. Anfangs waren das Clips zu vielen verschiedenen Themen, eben alles, was ihr der Algorithmus der Plattform so vorschlug: „Harry Potter, Wissenschaft und queere Themen waren meistens vertreten.“ Aber schon nach kurzer Zeit seien ihr immer mehr Videos angezeigt worden, die sich auf irgendeine Weise mit Geschlechtsidentität auseinandersetzten, meint Carla. „Darin erzählten Personen über ihre Entwicklung vom weiblichen zum männlichen Geschlecht, aber es gab auch lustige Videos, die von Transmännern erstellt wurden.“ Sie sei sich „dank TikTok“ ihres Körpergefühls bewusst geworden, dass sie sich nicht komplett als Frau definiert.

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