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Judith Holofernes, zehn Jahre nach dem Ende von Wir sind Helden.

© Christian Voy

Tagesspiegel Plus

„Es war völlig eindeutig, dass ich aufhören muss“ : Judith Holofernes über den Abschied von der Musik

Ihre Konstitution sei fürs Popstardasein nicht gemacht, sagt sie. Ein Gespräch über vorauseilenden Gehorsam, Stillen hinter der Bühne und Tanzen mit kaputtem Knie.

Frau Holofernes, Sie waren Sängerin der Band Wir sind Helden, die durch konsumkritische Texte auffiel. 2010 haben Sie versucht, Karriere und Familie zu vereinen, sind mit zwei Kleinkindern getourt. In Ihrem gerade erschienenen Buch schreiben Sie über diese Zeit: „Ich würde das tüchtige, fleißige Mädchen sein, an dem ich so lange gearbeitet habe.“ Warum wollten Sie das? 
Es hat zwei Jahre Therapie gebraucht, bis ich verstanden habe, dass ich – bei all meiner Aufmüpfigkeit in den Texten – funktionieren wollte. Nicht in allen Bereichen. Bei manchen Sachen bin ich völlig furchtlos: Sponsorings von großen Firmen abzusagen, nicht mit der „Bild“ zu reden, nicht jede Fernsehshow mitzunehmen. Da habe ich, ohne mit der Wimper zu zucken, viele Leute vergrätzt. Ich habe das gemerkt, als ich 2017 bei „Sing meinen Song“ teilgenommen habe …

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