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Afghanen protestieren gegen Pakistan, gemeinsam mit Taliban-Soldaten, 9. September 2021.
© Reuters/Wana News
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„Eine neue Ordnung lässt sich nicht überstülpen“: Die Demokratie in Afghanistan ist an westlicher Ignoranz gescheitert

Die USA orientierten sich beim Wiederaufbau des Landes zu sehr an Deutschland nach 1945, meint Islamwissenschaftler Stefan Weidner. Ein Gespräch.

| Update:

Herr Weidner, als die westlichen Truppen aus Kabul abzogen, war von „Desaster“ die Rede. Welches Wort fällt Ihnen ein, wenn Sie jetzt an Afghanistan denken?
„Niederlage“. Und „schallende Ohrfeige“. Dass die Taliban das Land so schnell überrennen würden, hätte auch ich nicht gedacht. Aber dass sie siegen würden, stand schon im letzten Jahr fest. Viele Afghanen waren erleichtert, dass deren Triumph – abgesehen von den Terroranschlägen am Flughafen von Kabul und einzelnen Racheakten – vergleichsweise gewaltfrei blieb.

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