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Menschen bieten ankommenden ukrainischen Flüchtlingen am Berliner Hauptbahnhof eine Unterkunft an.
© Imago/Stefan Zeitz
Tagesspiegel Plus

Wenn Helfer Hilfe brauchen: Er möchte wieder seine Ruhe – aber die Flüchtlinge sind noch da

Menschen, die ukrainische Flüchtlinge unterstützen, sind teils vom Engagement überfordert. Sie können sich telefonisch beraten lassen.

Die Frau geht ihm allmählich ziemlich auf die Nerven, sie und ihre beiden minderjährigen Kinder. Den ganzen Tag sitzt sie nur herum, kein Versuch, irgendeine Arbeit zu finden. Und die Kinder: laut, ständig da, weil sie nicht zur Schule gehen. Er will jetzt endlich mal seine Ruhe. Nach der Arbeit einen schönen Feierabend genießen, mit seiner Frau plaudern, einfach entspannen. Das möchte er.

Geht aber nicht. Er hat die Mutter aus der Ukraine und ihre Kinder drei Wochen zuvor aufgenommen, er fühlt sich doch als guter Mensch, er hat sofort geholfen. Und die Flüchtlinge sind schließlich arm dran, sie haben ein Recht darauf, mal nur in Ruhe dazusitzen oder laut zu spielen. Er kann sie doch nicht einfach aus seiner Wohnung werfen.

Andererseits: seine Nerven.

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