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Vor der Präsidentenwahl in Weißrussland hat das autoritär regierende Staatsoberhaupt Alexander Lukaschenko Kritik der US-Regierung an seiner Person als "beispiellos dreist" bezeichnet. "Mit derartigen Erklärungen beleidigt das US-Außenministerium das große weißrussische Volk, das gemeinsam mit dem russischen Soldaten die Welt vor der braunen Pest gerettet hat", sagte Lukaschenko am Donnerstag nach Angaben der Agentur Itar-Tass in Minsk.

Während die Nato die Waffen der Albanerrebellen einsammelt, liegt die eigentliche Entscheidung über die Zukunft des Friedensprozesses für Mazedonien in den Händen der Abgeordneten in Skopje. Ab Freitag wird das Parlament über eine Reihe von Verfassungsänderungen beraten, mit denen die Rechte der albanischen Minderheit im Land gestärkt werden sollen.

Vor dem Eisentor zum Armeecamp "Erebino" kämpfen Fotografen und Kameraleute um den besten Platz. Das Publikum zu Hause soll informiert werden, wie es den Soldaten nach der nächtlichen Ankunft ergeht: Die ersten rund 100 Bundeswehrsoldaten sind noch in der Nacht ins Lager am Berg außerhalb von Tetovo eingerückt.

Von Stephan Israel

Die in Afghanistan regierenden radikal-islamischen Taliban haben am Donnerstag einen Arzt zu den beiden inhaftierten australischen Helfern gelassen. Die private afghanische Nachrichtenagentur AIP berichtete unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums der Taliban, der australische Diplomat Alaster Adams habe den Besuch des Arztes verlangt.

Ist der Streit beendet oder ist es nur ein brüchiger Burgfrieden? Die französischen Grünen haben sich in die Bergwelt des Juramassivs zurückgezogen, um dort in einer Klausurtagung ihre Marschrichtung für das Wahljahr 2002 festzulegen und Streitereien und Flügelkämpfe zu beenden.

Amerikanische Wissenschaftler warnen vor einer unerwünschten "Nebenwirkung" der geplanten US-Raketenabwehr: Raketen, die kurz nach dem Start abgeschossen werden, könnten statt in den USA in Europa oder Kanada landen. Das berichtete das US- Magazin "New Scientist" am Mittwoch auf seiner Website.

Nach den gewalttätigen Protesten beim EU-Gipfel in Göteborg und dem G8-Treffen im italienischen Genua setzt Südafrika alles daran, ähnliche Aussschreitungen bei der heute beginnenden UN-Anti-Rassismuskonferenz im eigenen Land zu vermeiden. Eigene UN-Sicherheitskräfte, aber auch rund 3000 südafrikanische Polizisten und Soldaten sind in der Hafenstadt Durban und ihrer Umgebung stationiert worden.

Von Wolfgang Drechsler

Auch im elften Jahr nach der Wiedervereinigung zeigen sich zwischen Ost- und Westdeutschland gravierende Unterschiede in den Krankheitsbildern der Bevölkerung. So ist Bluthochdruck in den neuen Länder weiter verbreitet.

Das öffentliche Fernsehen änderte das Programm, die meisten Zeitungen brachten die Nachricht auf der ersten Seite: Niederlands sozialdemokratischer Lotse geht - 15 Jahre nach seiner ersten Wahl ins Parlament - von Bord. Am Mittwochabend erklärte Ministerpräsident Wim Kok auf einer Pressekonferenz, die live im Fernsehen übertragen wurde, er stehe bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr als Spitzenkandidat zur Verfügung: "Das ist die Ankündigung meines Rückzugs aus der aktiven Politik, sobald nach den Parlamentswahlen im Mai 2002 ein neues Kabinett gebildet sein wird.

Ein Frauen-Aktionsbündnis fordert mit einem offenen Brief ein verbindliches Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Die rund 100 Erstunterzeichnerinnen aus der Wissenschaft, Recht, Kultur, Gewerkschaften und Kirchen erinnern die rot-grüne Bundesregierung damit an ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag.

Taugt die Europäische Union für eine Vermittlerrolle in Nahost? Der Anspruch der Europäer jedenfalls liegt seit der jüngsten Nahost-Reise des deutschen Außenministers Joschka Fischer auf der Hand.

Von Albrecht Meier

Die umstrittene 100 000-Mark-Barspende des Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber für die CDU ist vom ehemaligen Parteischatzmeister Walther Leisler Kiep für private Zwecke verwendet worden. Dies meldeten die "Süddeutsche Zeitung" und das NDR-Magazin "Panorama" unter Berufung auf Akten der Berliner Staatsanwaltschaft.

Die wachsende Finanznot vieler gesetzlicher Krankenkassen lässt Beitragserhöhungen auf breiter Front immer wahrscheinlicher werden. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) räumte am Donnerstag in Berlin ein Defizit der Kassen von etwa fünf Milliarden Mark im ersten Halbjahr ein.

Die Probleme im Gesundheitswesen "lassen sich nicht durch eine Sofortreform aus einem Guss korrigieren". Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nickte zustimmend, als Friedrich Wilhelm Schwartz diesen Satz sagte.

Die erste Jubelarie bekam Rudi Hoogvliet aus Holland zu hören. "Nederländer moet Grünen redden" - ein Niederländer möchte die Grünen retten, schrieb die Zeitung "De Gelderländer".

Von Matthias Meisner